Private oder gesetzliche Krankenversicherung für Studenten – was ist besser?

Gepostet am Nov 28, 2014 in PKV Studenten | 82 Kommentare



Je nach Alter des Studenten ist es notwendig, sich selbst um die Krankenversicherung zu kümmern. Bis zu einem Alter von 25 Jahren haben die Studenten die Möglichkeiten, in einer Familienversicherung mitversichert zu werden. Sobald das Alter jedoch erreicht ist, steht der Student in der Pflicht, den Nachweis über eine aktuelle Krankenversicherung zu erbringen. Die Versicherung kann bei einem gesetzlichen oder einem privaten Anbieter erfolgen. Bei den gesetzlichen Krankenversicherungen gibt es einen festgelegten Pflichtbeitrag, der sich aus den Kosten für die Krankenversicherung und die Pflegeversicherung zusammensetzt. Die Höhe variiert bei den Anbietern nicht stark, stattdessen liegen die Kosten hier im geschätzten Bereich von 80 Euro pro Monat. Die Inanspruchnahme dieser Krankenversicherung ist bis zu einem Alter von 30 Jahren möglich, anschließend ist in den gesetzlichen Kassen der volle Beitrag zu entrichten. Viele Studenten entscheiden sich inzwischen für die private Krankenversicherung als eine Alternative.

Wechsel spätestens mit dem 30. Geburtstag

Vor dem 30. Geburtstag ist es durchaus lohnenswert, die gesetzliche Krankenversicherung weiter in Anspruch zu nehmen, da hier die Kosten deutlich geringer sind. Mit dem vollendeten Lebensjahr jedoch, steigen die Kosten stark an. Zudem kommt hinzu, dass Studenten, die einer Arbeit nachgehen, ihre Einkünfte offenlegen müssen. Übersteigen diese einen bestimmten Vertrag, steigen die Kosten für die gesetzliche Krankenversicherung weiter an. Bei einer privaten Krankenversicherung jedoch, spielen die Einkünfte keine Rolle.

Kostenvergleich lohnt sich vor allem für Frauen

Es ist ein offenes Geheimnis, dass die Kosten für eine Frau ab 30 Jahren in der privaten Krankenversicherung deutlich höher liegen als für einen Mann, der dasselbe Alter erreicht hat. Gerade für Studentinnen, die über einen Wechsel in die private Krankenversicherung nachdenken, ist ein Vergleich daher unbedingt notwendig. Teilweise kann es günstiger sein, in der gesetzlichen Versicherung zu bleiben, wenn keine hohen Nebeneinkünfte vorliegen. Ein unabhängiger Versicherungsvergleich überprüft die Angebote der privaten Versicherer und findet die günstigsten Tarife.

Die Zusammensetzung der privaten Krankenversicherung für Studenten

Ist die Entscheidung für die private Krankenversicherung gefallen, stehen Studenten nun noch vor der Frage, wie sie sich ihr individuelles Paket zusammenstellen sollen. Jede zusätzliche Leistung erhöht die Kosten. Leistungen, die nicht mit inbegriffen sind, sind jedoch selbst zu tragen und können ebenfalls ins Geld gehen. Daher gibt es auch bei der privaten Krankenversicherung sogenannten Grundbausteine, die berücksichtigt werden müssen. Diese Grundbausteine sind:

  • Stationäre Behandlungen
  • Ambulante Behandlungen
  • Zahnbehandlungen
  • Krankenhaustagegeld
  • Kosten für die Pflegeversicherung

Gewählt werden kann hier zwischen einer Grundabsicherung oder auch zwischen erweiterten Leistungen. Inwiefern sich die erweiterten Leistungen auf den monatlichen Kosten niederschlagen, ist abhängig vom Alter des Versicherten und der Angebote der privaten Krankenversicherungen. Teilweise kommt es hier zu deutlichen Unterschieden und der Vergleich der einzelnen Angebote kann dafür sorgen, dass deutlich gespart wird. Die Leistungen bei den Grundtarifen für Studenten sind jedoch meist auch bei privaten Krankenversicherungen ähnlich.

Achtung: Je höher das Einstiegsalter des Studenten in die private Krankenversicherung, desto höher auch die monatlichen Kosten. Wer darüber nachdenkt, zu wechseln, der sollte den Wechsel möglichst früh vollziehen und auf ein möglichst niedriges Eintrittsalter achten.

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